Ende Juli 2006 konnte ich mit meinen Eltern den Dreisessel-Berg besuchenDer Dreisessel-Berg ist der Grenzpunkt zwischen Tschechien, Österreich und Deutschland. Also ganz einfach zu finden auf der Karte ;-)
Nachtrag 2020: Damals standen noch alle Bäume. Leider waren ein paar Jahre später viele Bäume durch Borkenkäferbefall abgestorben. :-( )
Es führt ein ca. 3-4 km langer Weg zum Grenzpunkt (je nach Wegwahl 3 oder 4 km), der nur zu Fuß zurückgelegt werden kann. Es geht über Stock und Stein! Ich glaube, wenn es Elfen und Waldgeister gibt, dann bestimmt dort. Die Landschaft ist so einmalig und unberührt. Sie strahlt eine ganz besondere Reinheit und Schönheit aus. Am Hang gibt es viele Hohlräume, die durch übereinandergerutschte riesige Felsbrocken entstanden sind. Wir konnten unsere Walking-Stöcke manchmal komplett in den "Höhlen" verschwinden lassen. Zwischendrin fließt ein kleines Rinnsal, das aus einer Ritze entspringt. Es ist richtig urig - wie im Märchenwald. Im Winter soll der Schnee bis zu 2 m hoch liegen... Die Natur dort wirkt richtig heilend auf angestrengte Nerven.
Hier meine Eltern. Für ihre 68 (Vati) und 66 (Mutti) Jahre sind sie noch richtig fit! Schaut mal, was das für ein toller Waldweg ist!
Ein Stück weiter mit Vati. Mutti fotografiert.
Damit man uns auch sieht - hier die Vergrößerung.
Alles wunderschön grün. Die Luft riecht angenehm süß nach Blaubeersträuchern, die überall wachsen.
Das "Steinerne Meer". Hier sind X-Tonnen Geröll mit riesigen Steinen angelagert. Überqueren kann man die Steine nur, wenn man den Wegweiser findet. Ein Weg ist kaum zu erkennen.
Von diesen Steinfeldern gab es ca. 4 Stück!. Das war anspruchsvolles Wandern! Na, da sehen wir doch flott aus!!
Das war ein Ausblick und der große Stein da, der lud so richtig zu einer Verschnaufpause ein. Beim Anblick dieses Panorama ist mir ein Gedicht (oder Gebet) eingefallen, das ich kürzlich gelernt habe:
God speaks to me through natures beauty. I speak to God with my life-duty. Gott spricht zu mir durch die Schönheit der Natur. Ich spreche zu Gott mit der Pflicht meines Lebens. (Sri Chinmoy)
Das Gedicht ging mir den ganzen Weg im Kopf herum. Es traf dieses Naturerlebnis so richtig: Gott spricht zu mir durch die Schönheit der Natur. - Phantastisch, ich wollte doch schon immer mal was von Gott persönlich hören. Diese Natur war wirklich göttlich: göttlich rein, göttlich schön, göttlich vielfältig, göttlich perfect, göttlich harmonisch - göttlich!
So, das ist hier der Grenzstein zu den drei Ländern.
Ja, das war schön und auch anstrengend. Toll daß meine Eltern noch so fit sind. Ich hatte danach Muskelkater. Auf dem Heimweg ging es über ein kleines Hochmoor (wir balancierten über Balken) bis zur Raststätte am Dreisesselberg. Die Belohnung war ein gutes Abendessen mit der Live-Übertragung Fußball: Deuschland gegen Schweden. Als wir in der Halbzeit kamen, stand es schon 2:0 und dabei blieb es... Das war ein schöner Ausklang :-) PS: Diese Wanderrute ist super - schaut doch mal vorbei...